Anscheinend hat
Hideo Kojima, der geistige Vater der Metal Gear Serie, noch immer Probleme, von den Abenteuern rund um Held (und inzwischen Rentner) Solid Snake Abstand zu nehmen. So sagt er in einem neuerlichen Interview mit unseren Kollegen von
1UP doch tatsächlich, dass er bereits
drei Konzepte für den
fünften Teil der Metal Gear Solid Reihe im Kopf habe.
Im selben Atemzug wünscht er sich aber, dass die
MGS-Team-Mitglieder, die nun nach und nach aus dem Urlaub zurückkehren, diese Ideen hoffentlich nicht aufgreifen und stattdessen
ihre eigenen Konzepte verfolgen werden. Ansonsten, so Kojima, wäre er erneut stark bei der Entwicklung involviert und könnte sich nicht wie geplant auf den Posten des "Überwachers" in der Rolle des Producers beschränken. Und daran würde auch ein Vorhaben leiden, an dem der Meister schon seit längerer Zeit werkelt. Das
ominöse Projekt beschreibt er als ein Spiel, bei dem er sich nicht sicher sei, ob es sich gut verkaufen würde. Nichtsdestotrotz möchte er das Wagnis eingehen, auch wenn er zu diesem Zeitpunkt nicht sagen kann, wie das letztendliche Endprodukt aussehen wird, da Ideen ständigen Änderungen unterworfen sind.
Doch auch die
Vergangenheit nahm Kojima noch einmal in Augenschein. So bereut es der Japaner inzwischen, sich bei der Entwicklung von
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots nicht mehr auf den Fakt konzentriert zu haben, dass der Titel für eine
gänzlich neue Hardware entstand. Stattdessen habe er das Team so daran arbeiten lassen, wie es bei
MGS 3 der Fall war, anstatt die selbe und erfolgreiche Herangehensweise wie bei
MGS 2, sprich als die
PlayStation 2 ebenfalls noch Neuland war, zu wählen. Dies war der Grund, weshalb er zum ersten Mal dazu gezwungen war, ein MGS-Spiel so massiv zu verschieben.
Auch mit
Kritik zu einigen Mitgliedern des auf über 200 Personen angewachsenen Teams hielt Kojima nicht hinter dem Berg. So habe ihn die
Mentalität einzelner Personen frustriert. Wenn man nicht daran glaubt, das Unmögliche möglich zu machen, warum entwickelt man dann überhaupt Spiele, so seine in den Raum geworfene Frage. Wer Spiele nach einem normalen Zeitplan und mit normaler Technologie entwickelt, überrascht am Ende keinen Spieler mit dem Resultat. Er hofft aber, dass die teilweise noch jungen Mitarbeiter
ihre Lektion gelernt haben und von ihrer neuen Erfahrung in MGS 5 Gebrauch machen werden. Und auch Kojima lernte nach eigenen Aussagen etwas dazu, denn es sei im Rückblick ein Fehler gewesen, dem Team
so viel Verantwortung aufzuhalsen, die dadurch oft verbissen ihre ganzen Anstrengungen in die falsche Richtung steckten.
Auf
Metal Gear Online angesprochen, ließ Kojima durchscheinen, dass er weder mit der
Anzahl an Spielern noch mit der
umständlichen Methode, die
Konami für die
Anmeldung gewählt hat, zufrieden sei. Hinter vorgehaltener Hand bezeichnete er die
Konami ID und
Game ID als "keine gute Idee", konnte dagegen aber nichts unternehmen, da dies die Angelegenheit der Online-Gruppe bei Konami war. Das Unternehmen ist jedoch gut darüber unterrichtet, wie (schlecht) die Spieler über das System denken und wird
dementsprechend reagieren. Interessant: Auf die Möglichkeit nach einem
Patch für MGS 4 angesprochen, der die
PlayStation 3 Spieler von Snakes letztem Abenteuer auf
Trophäen-Jagd schickt, sagte Kojima lediglich, er könne über dieses Thema nicht sprechen.
Quelle: 1UP