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Nach MGS 4: Hideo Kojima im Interview

News vom 27-09-08
Uhrzeit: 3:54
Anscheinend hat Hideo Kojima, der geistige Vater der Metal Gear Serie, noch immer Probleme, von den Abenteuern rund um Held (und inzwischen Rentner) Solid Snake Abstand zu nehmen. So sagt er in einem neuerlichen Interview mit unseren Kollegen von 1UP doch tatsächlich, dass er bereits drei Konzepte für den fünften Teil der Metal Gear Solid Reihe im Kopf habe.

Im selben Atemzug wünscht er sich aber, dass die MGS-Team-Mitglieder, die nun nach und nach aus dem Urlaub zurückkehren, diese Ideen hoffentlich nicht aufgreifen und stattdessen ihre eigenen Konzepte verfolgen werden. Ansonsten, so Kojima, wäre er erneut stark bei der Entwicklung involviert und könnte sich nicht wie geplant auf den Posten des "Überwachers" in der Rolle des Producers beschränken. Und daran würde auch ein Vorhaben leiden, an dem der Meister schon seit längerer Zeit werkelt. Das ominöse Projekt beschreibt er als ein Spiel, bei dem er sich nicht sicher sei, ob es sich gut verkaufen würde. Nichtsdestotrotz möchte er das Wagnis eingehen, auch wenn er zu diesem Zeitpunkt nicht sagen kann, wie das letztendliche Endprodukt aussehen wird, da Ideen ständigen Änderungen unterworfen sind.
 
Doch auch die Vergangenheit nahm Kojima noch einmal in Augenschein. So bereut es der Japaner inzwischen, sich bei der Entwicklung von Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots nicht mehr auf den Fakt konzentriert zu haben, dass der Titel für eine gänzlich neue Hardware entstand. Stattdessen habe er das Team so daran arbeiten lassen, wie es bei MGS 3 der Fall war, anstatt die selbe und erfolgreiche Herangehensweise wie bei MGS 2, sprich als die PlayStation 2 ebenfalls noch Neuland war, zu wählen. Dies war der Grund, weshalb er zum ersten Mal dazu gezwungen war, ein MGS-Spiel so massiv zu verschieben.

Auch mit Kritik zu einigen Mitgliedern des auf über 200 Personen angewachsenen Teams hielt Kojima nicht hinter dem Berg. So habe ihn die Mentalität einzelner Personen frustriert. Wenn man nicht daran glaubt, das Unmögliche möglich zu machen, warum entwickelt man dann überhaupt Spiele, so seine in den Raum geworfene Frage. Wer Spiele nach einem normalen Zeitplan und mit normaler Technologie entwickelt, überrascht am Ende keinen Spieler mit dem Resultat. Er hofft aber, dass die teilweise noch jungen Mitarbeiter ihre Lektion gelernt haben und von ihrer neuen Erfahrung in MGS 5 Gebrauch machen werden. Und auch Kojima lernte nach eigenen Aussagen etwas dazu, denn es sei im Rückblick ein Fehler gewesen, dem Team so viel Verantwortung aufzuhalsen, die dadurch oft verbissen ihre ganzen Anstrengungen in die falsche Richtung steckten.
 
Auf Metal Gear Online angesprochen, ließ Kojima durchscheinen, dass er weder mit der  Anzahl an Spielern noch mit der umständlichen Methode, die Konami für die Anmeldung gewählt hat, zufrieden sei. Hinter vorgehaltener Hand bezeichnete er die Konami ID und Game ID als "keine gute Idee", konnte dagegen aber nichts unternehmen, da dies die Angelegenheit der Online-Gruppe bei Konami war. Das Unternehmen ist jedoch gut darüber unterrichtet, wie (schlecht) die Spieler über das System denken und wird dementsprechend reagieren. Interessant: Auf die Möglichkeit nach einem Patch für MGS 4 angesprochen, der die PlayStation 3 Spieler von Snakes letztem Abenteuer auf Trophäen-Jagd schickt, sagte Kojima lediglich, er könne über dieses Thema nicht sprechen.

Quelle: 1UP

 Autor:
Oliver Sautner 
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