Wie die Kollegen von
Gamasutra berichten, stellt
Sony seit dem
Oktober 2008 den Inhalts-Anbietern im
PlayStation Network die
verbrauchte Bandbreite in Rechnung. Pro
Gigabyte fallen
0,16 Dollar an. Wird der Inhalt
kostenlos angeboten wie z.B. Demos zu kommenden und erhältlichen Spielen, berechnet Sony
nur die angefallene Bandbreite
für die ersten 60 Tage.
Doch selbst damit kann ein hübscher Betrag zusammenkommen: So wurde die Demo zu
Resident Evil 5 1,5 Millionen Mal im PSN runtergeladen, womit pro Download 942 Megabyte anfielen, was einer Rechnung von
226'080 Dollar entspricht. Hätte Capcom die Demo beim Datendienst von Amazon hosten lassen, wäre die Rechnung mit 143'700 Dollar dank gestaffeltem Kostenmodell deutlich günstiger ausgefallen.
Weder Nintendo, noch Microsoft kennen eine entsprechende Bandbreitenvergütung. Dürften bei Nintendos Angebot durch die Dateigrößenbeschränkung sowieso nicht allzu große Volumen anfallen, finanziert Microsoft ihren Xbox Live Dienst über die Abogebühren der zahlenden Gold-Mitglieder. Diese dürfen im Gegenzug jeweils auf frische Inhalte eine Woche früher zugreifen, dann geniessen die kostenlosen Silber-Mitglieder die selben Vorteile wie jeder PSN-Benutzer. Auch entsprechende Digitale Vertriebssysteme für den PC wie Steam und Direct2Drive kennen keine Kostenweitergabe der angefallenen Bandbreite.
Nicht zuletzt könnten die Mitglieder des PlayStation Network die Leidtragenden des neuen Sony-Geschäftsmodelles sein. Publisher müssen sich neu über mögliche Bandbreitenkosten auf der PlayStation 3 Gedanken machen, was zu einer schlechteren Verfügbarkeit von Demos oder Preview-Videos führen könnte. Bereits jetzt müssen sich PSN User oft länger als ihre Kollegen auf Xbox Live gedulden, wenn es um die Verfügbarkeit von Demos geht.