Dr. Richard Marks, der kreative Kopf hinter EyeToy, zeigte ja schon vor einem Jahr auf der E3 2005, was mit der nächsten Version von EyeToy möglicherweise machbar ist, und sogar noch ausgebaut werden könnte. Mit zwei Bechern bewaffnet, steuerte er zwei Gläser in einer digitalen Wanne und füllte diese anschließend mit Wasser, welches darin äußerst realistisch herumschwappte. Nun gibt es erste Anzeichen für die neueste Version von EyeToy, welche im Stande sein soll, über Infrarotlicht die Distanz zwischen dem Körper des Spielers und der Lage der Kamera zu berechnen. Zudem wird die Form des eigenen Körpers erstellt und digital ins Spiel übertragen.
Außerdem meint Marks, dass die EyeToy-Kamera natürlich kein Force Feedback besitzt und man sich somit fragen könnte, wie man das wohl merken solle, wenn man von einer Gewehrkugel getroffen wird. Das erreicht man laut seinen Aussagen mit dem Sound. "Ihr Gehirn erledigt die meiste Arbeit", so Marks. Der Sound ersetze zwar nicht das Feedback, kommt dem aber am nächsten. Sein Traum ist es, dass Spieler in Zukunft nicht mehr nur vor einem Bild sitzen, welches zweidimensional erscheint, sondern sie sich dreidimensional in diesem bewegen können.

Es gab viele Versuche für solch ein Vorgehen, wie beispielsweise den Abstand dank Messung zweier Kameras zu errechnen. Dieser Ansatz war jedoch nur bedingt möglich, denn dann müsste man jedes Mal vor dem Spiel die beiden Kameras justieren. Dann jedoch kam man auf die Idee, eine neue Art von Kameras zu verwenden, welche sowohl für Infrarotlicht als auch für sichtbares Licht empfindlich sind. Diese Kameras können genaue dreidimensionale Bilder mit Infrarotblitzen registrieren und umsetzen.
Als Beispiel wird eine Szene angeführt, in der ein Spieler eine Hand in Richtung Kamera hält. Mit einem Infrarotblitz wird dann der Körper abgelichtet und die Konsole kann messen, wie lange das Licht zum Körper braucht, um abschließend reflektiert zu werden. Wiederholt man den Prozess 60 Mal in einer Sekunde, hat man einen 3D-Film. "Mit einer 3D-Kamera, können Sie Ihren gesamten Körper in das Spiel importieren", erklärt Marks, welcher auch schon mit Experimenten angefangen hat. Wenn er tanzt, tanzt sein Charakter - derzeit noch ein Skelett - auf dem Bildschirm ebenso. Wenn er schlägt oder tritt, ahmt das Skelett die Bewegung genau nach.
Abschließend meint Richard Marks noch, dass dieser Technologie nur durch die eigene Phantasie Grenzen gesetzt sind.
Quelle: NewScientistTech